Auf der Suche nach dem Einzelgänger

Wenn man durch das Internet streift stolpert man immer wieder über Fragen wie, "Ich suche für mein Aquarium noch einen…

04. November 2010
Auf der Suche nach dem Einzelgänger

Wenn man durch das Internet streift stolpert man immer wieder über Fragen wie, "Ich suche für mein Aquarium noch einen Einzelgänger, kann mir jemand einen empfehlen?".

Diese Frage darf natürlich auch hier nicht fehlen. *g*

Wie soll er sein?

Natürlich bunt, friedlich zu anderen Fischen, nicht zu groß, nicht zu aktiv und nicht zu passiv.

Gibt es so einen Fisch überhaupt?

Wir vernachlässigen hier einfach mal zunächst die Wasserwerte und den anderen Fischbesatz.

Wir suchen den Einzelgänger fürs Gesellschaftsbecken.

Kennt jemand so einen Fisch?
04. November 2010

Wie wäre es mit einem Senegal Flösselhecht?
04. November 2010
Bei Meerwasser

der indische Drückerfisch
Habe selber diesen in meinem Becken
04. November 2010

Sorry starcorner, ich habs bewußt in den Süßwasserbereich gestellt. *zwinker*
04. November 2010
Einzelgänger

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst sog. Schwarmfische zB beim Wegsterben der anderen bei Krankheit gut klar kommen.
Warum soll ein einzelner Fisch nicht klarkommen oder aggressiv werden ? Schlechte Erfahrungen habe ich nur mit Goldschmerle bzw. Zebraschmerle gemacht, die ich einzeln nicht mehr halten würde. Ein Kampffischmännchen (gibt es auch wunderschön bunt) ist schön und entgegen dem Namen friedlich. Ebenso ein imposantes Welsmännchen oder zB ein Roter Hexenwels - muss nicht immer bunt sein, oder? Die sorgen nebenbei noch für Sauberkeit am Boden und kümmern sich um Futterreste.

Lg Moehre
04. November 2010
Einzelgänger...

Auch Fadenfische kann man gut (wenn nicht sogar besser) einzeln halten.
04. November 2010
Schwarmfische...

...nochwas zum Thema sog. Schwarmfische;
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst sog. Schwarmfische zB beim Wegsterben der anderen bei Krankheit gut klar kommen.

da ist es wie beim Menschen... zwischen "am Leben sein" und "sich wohlfühlen" gibts so gewisse unterschiede - natürlich kann ein schwarmfisch nicht an einsamkeit sterben aber wohl fühlt er sich so bestimmt nicht!
04. November 2010

Wie wäre`s mit einem Feruerschwanz oder einen
Grünen Fransenlipper . Die sind pflegeleicht, sehen gut aus und anderen Fischen gegenüber friedlich.
05. November 2010

Ja, der Feuerschwanz ist schon ein sehr interessanter Fisch und war früher bei mir auch der Wahlfisch Nr.1 bei diesem Thema. Was mich nur stutzig macht ist, dass es, nach heutiger Erkenntnis, eigendlich auch ein Schwarmfisch sein soll.....

Ich hab zu dem Thema noch den Paradiesfisch gefunden, leider findet man diesen ältesten Aquariumfisch nur noch sehr selten in Zoofachgeschäften.
05. November 2010

Beim Feuerschwanz ist das wie beim Prachtkopfsteher... eigentlich kein Einzelgänger aber in einem sehr komplexen Sozialgefüge lebend und deswegen im Aquarium fast nur als Einzelgänger anzutreffen

zum Feuerschwanz und friedlich ist auch noch zu ergänzen, dass es auch regelrechte Stinktiefel gibt die im Alter andere Beckeninsassen tyrannisieren.

Die Fransenlipper sind also auch mit etwas Vorsicht zu geniessen.
03. Januar 2011

...ich muss moerengemuese leider wiedersprechen, Kampffische sind definitiv Einzelgänger...klar kann man sie auch mit anderen Fischen im großen Becken halten, nur leider werden sie dann nicht sehr alt.
In freier Natur leben sie als Einzelgänger und treffen nur zur Paarung aufeinander.
Gruppenhaltung ist absoluter Stress, vor allem wenn großflossige Fische im becken sind.
Haltet einem männl. Kampffisch mal einen Spiegel vor...sieht toll aus wie er in Angriff geht (ist aber Stress)... die Exemplare in den Zooläden in den Gesellschaftsbecken sind oft nicht älter als ein Monat und haben noch kein großes Revierverhalten, aber wer einen Kampffisch stressfrei und Artgerecht halten will gibt ihm ein eigenes Becken.
Tschuldigung wenn ich jetzt so ausgeschweift bin, aber da ich mich jetzt schon länger mit Kampffischen befasse (habe selber auch einen) stellen sich mir immer etwas die Haare hoch... *sorry*
Mein Rambo in Angriff
03. Januar 2011

Stimmt, die Erfahrung habe ich auch gemacht.
03. Januar 2011
Kampffische

Teilweise richtig was gesagt wurde. Grade weil man männliche Kampffische einzeln halten soll kann man sie aus meiner Sicht und Erfahrung gut nehmen. Als Labyrinthfische halten sie sich eh fast nur im oberen Wasserbereich auf und sind deshalb extrem gut mit Corydoras- und Ancistrusarten zu vergesellschaften. Eine kürzere Lebensdauer konnte ich über die Jahre deshalb nicht feststellen - dies mag sein wenn sich der Betta in einem Becken befindet in dem falsche Mitbewohner gehalten werden. Logisch dass der Betta fast "ausrastet" wenn er sein Spiegelbild oder einen Rivalen sieht. Das Verhalten männlicher Bettas hat ja nun den Namen gegeben. Und unsere verfügbaren Hochzuchten sind teilweise sehr aggressiv geworden - eine Entwicklung, die aber von den thailändischen Züchtern aktiv betrieben wurde.
Das Halten in einem Gesellschaftsbecken sehe ich nicht als nicht-artgerechte Haltung an (dann sollten wir sie einfach gar nicht ins Aquarium setzen) - man sollte es nur so machen, dass Betta sich wohlfühlt.
Das sind meine Erfahrungen der letzten Jahre in denen ich auch gezüchtet habe.

Nichts gegen "Ausschweifungen " - wir sind doch hier um uns auszutauschen, oder ?

LG Moehre

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